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Rechner

Der Umsatzrechner: Einsätze, Dauer und erwarteter Verlust eines Bonus

Redaktion bonusseohneeinzahlung.comStand: 4. November 2026

Eine Umsatzbedingung nennt den Betrag, der vor der Auszahlung eines Bonus eingesetzt werden muss, aber nicht den Preis dieser Einsätze: Jeder Euro im Spiel trägt den Vorteil des „Hauses“ (des Anbieters) mit sich, und so wird aus dem geforderten Umsatz ein erwarteter Verlust, der neben den Bonus gehört. Der Rechner stellt beide Beträge nebeneinander, mit der Zahl der Spiele und der Mindestdauer nach deutschem Recht; er bewertet kein Angebot, er misst einen Abstand.

Umsatzrechner
€
€
×
Wie oft der Betrag umgesetzt werden muss
%
Wie viel Prozent eines Einsatzes zählen
%
€
Umsatzanforderung
3.500,00 €
Nötige Einsätze
3.500,00 €
Anzahl Spiele
3.500
Erwarteter Verlust
140,00 €
Bonus minus erwarteter Verlust
-90,00 €
Mindestdauer bei 5 Sekunden je Spiel
4 Std. 52 Min.
Der erwartete Verlust ist größer als Bonus und Einzahlung zusammen: Im Mittel ist das Guthaben aufgebraucht, bevor die Bedingung erfüllt ist.Die Ergebnisse oben gelten für die eingetragenen Beispielwerte; zum Nachrechnen mit eigenen Zahlen braucht der Rechner JavaScript.

Die Formeln, in Worten

Der geforderte Umsatz ist das Produkt aus zwei Angaben der Bedingungen: dem Vielfachen, im englischen Jargon „Wager“ oder „Playthrough“, und der Basis, auf die es sich bezieht (der Bonus allein oder Bonus und Einzahlung zusammen). Zählt das gewählte Spiel nur zum Teil, teilt der Rechner diesen Umsatz durch den angerechneten Anteil und erhält die Einsätze, mit denen man den Bonus tatsächlich „umsetzen“ muss.

Aus diesen Einsätzen folgen die übrigen Werte mit je einer Rechenart: Geteilt durch den Einsatz je Spiel ergeben sie die Zahl der Spiele, multipliziert mit dem Anteil, den das Haus im Mittel behält (eins minus Auszahlungsquote, der Hausvorteil oder „House Edge“), den erwarteten Verlust. Die Zahl der Spiele mal fünf Sekunden ist die Mindestdauer; zieht man zuletzt den Verlust vom Bonus ab, bleibt eine Näherung für seinen Durchschnittswert, die negativ sein kann.

Ein Beispiel, vollständig gerechnet

Für das Beispiel haben wir Zahlen gewählt, die sich im Kopf prüfen lassen (jedes Ergebnis haben wir von Hand nachgerechnet): 50 € Einzahlung und 50 € Bonus, 35-mal umzusetzen auf Bonus und Einzahlung, ein Spiel mit 100 % Anrechnung, eine angenommene Auszahlungsquote von 96 % (englisch „Return to Player“, kurz RTP) und 1 € je Spiel. Fünfunddreißigmal 100 € ergeben 3.500 € geforderten Umsatz, und bei voller Anrechnung ist das zugleich die Summe der tatsächlichen Einsätze, bei 1 € je Spiel also 3.500 Spiele.

Behält das Haus von jedem eingesetzten Euro im Mittel 4 Cent, ergeben diese Spiele 140 € erwarteten Verlust, fast das Dreifache des Bonus, und der Abstand zwischen Bonus und Verlust (50 € minus 140 €) beträgt −90 €. Im Durchschnitt nimmt dieser Bonus mehr, als er gibt.

Die Dauer folgt aus § 22a Abs. 6 GlüStV 2021, nach dem ein virtuelles Automatenspiel „durchschnittlich mindestens fünf Sekunden“ dauern muss: 3.500 Spiele brauchen also mindestens 17.500 Sekunden, gerundet 4 Stunden und 52 Minuten (4,86 Stunden) reiner Spielzeit. Pausen und langsamere Spiele verlängern diese Zeit, unterschreiten lässt sie sich bei einem erlaubten Spiel im Mittel nicht.

Euro im Beispiel: 50 € Einzahlung, 50 € Bonus, 35-facher Umsatz, 96 % Auszahlungsquote
Bonus50 €
Erwarteter Verlust140 €
Geforderte Einsätze3.500 €
Eigene Rechnung mit den Formeln dieser Seite. Der Verlust ist ein Mittelwert auf lange Sicht, kein Ergebnis einer einzelnen Sitzung.

Wenn ein Spiel nur zum Teil zählt

Kaum eine Angabe verändert die Rechnung so stark wie die Gewichtung der Spiele, und wir halten sie deshalb für den Punkt, den man zuerst nachlesen sollte. Bei einer Anrechnung von nur 10 % verlangen dieselben 3.500 € anrechenbaren Umsatzes 35.000 € echte Einsätze, und bei gleicher Auszahlungsquote steigt der erwartete Verlust auf 1.400 €, während die Mindestdauer bei 1 € je Spiel auf 175.000 Sekunden wächst, rund 48 Stunden und 37 Minuten.

Der Einsatz je Spiel wirkt dagegen nur auf die Zahl der Spiele und auf die Dauer. Halbiert man ihn auf 0,50 €, verdoppeln sich beide (7.000 Spiele, rund 9 Stunden und 43 Minuten), der erwartete Verlust aber bleibt bei 140 €, weil er nur von der Summe der Einsätze und der Auszahlungsquote abhängt, und nach derselben Logik rechnet der Verlustrechner ohne Bonus.

Was das Ergebnis nicht sagt

Der erwartete Verlust beschreibt den Durchschnitt sehr vieler Wiederholungen, und der Verlauf einer einzelnen Sitzung kann sich weit davon entfernen, nach oben wie nach unten: Wie weit, hängt von der Streuung des Spiels ab (seiner „Volatilität“), und die steht in keiner unserer Formeln. Auch die Auszahlungsquote ist ein theoretischer Durchschnitt auf lange Sicht, keine Zusage für die nächsten 3.500 Spiele.

Die Rechnung unterstellt außerdem, dass alle geforderten Einsätze auch gespielt werden, und in unserem Beispiel liegt der erwartete Verlust von 140 € über dem ganzen Startguthaben von 100 €. Im Mittel reicht das Guthaben also nicht bis zum Ende des Umsatzes, und wer dann nicht nachzahlt, verliert seine 50 € Einzahlung und den Bonus, nicht 140 €: Die −90 € messen den Abstand zwischen Bonus und Bedingung, nicht den Betrag, der am Ende aus der eigenen Tasche fehlt.

Drei Bedingungen, die keine Formel kennt, verschieben das Ergebnis zusätzlich. Eine Gewinnobergrenze (englisch „Max Cashout“) deckelt das Auszahlbare, gleich wie günstig das Spiel verlief, eine Frist kann Bonus und Bonusgewinne verfallen lassen, und von der Reihenfolge, in der „Echtgeld“ (das eingezahlte Geld) und Bonusguthaben verbraucht werden, hängt ab, ob man vor dem Abschluss etwas abheben kann; die Prüfliste für Bonusbedingungen führt alle drei auf.

Die Mindestdauer lässt sich direkt neben die Frist legen (im Lexikon unter „Gültigkeitsdauer“), und den Vergleich kann jeder selbst anstellen: Teilt man knapp fünf Stunden bei voller Anrechnung, oder gut zwei Tage bei einer Gewichtung von 10 %, durch die Zahl der Tage, welche die Bedingungen gewähren, ergibt sich die Spielzeit, die eine Frist täglich verlangt.

Was in Deutschland hinzukommt

Unser Beispiel ist eine Rechnung und keine Beschreibung des deutschen Angebots, und wie hoch ein Bonus dort sein darf, wissen wir nur aus dem Wortlaut einer einzigen Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele. Das Verwaltungsgericht München gibt ihn in seinem Urteil vom 14. November 2024 wieder (M 27 K 23.2236) und hält die „Höchstgrenze“ für „rechtlich nicht zu beanstanden“: Boni im Wert von höchstens 10 % des Spieleinsatzes und nicht mehr als 100 € „pro 12 Monate und Spieler“, dazu eine gleich hohe Grenze für Rabatte, die der Eintrag Rabatt erklärt.

Ob die übrigen Erlaubnisse dieselbe Grenze ziehen, ist uns nicht bekannt. Veröffentlicht werden sie nicht, und nach unserer Lesart zeigt die Münchner Klausel deshalb eine Größenordnung, keine sichere Regel für jeden Anbieter.

Zwei Größen des Rechners sind für virtuelle Automatenspiele in Deutschland gesetzlich gebunden: Für den Einsatz setzt Abs. 7 des § 22a GlüStV 2021 eine Grenze von 1 € je Spiel, und die fünf Sekunden, mit denen der Rechner die Dauer bestimmt, stammen aus Absatz 6 derselben Vorschrift (im Lexikon unter Fünf-Sekunden-Regel). Die „gestufte Abweichung“ der GGL bis 5 €, gültig seit dem 1. Juli 2026, ist „für Anbieter freiwillig“, befristet bis Ende 2027 und erst ab 21 Jahren möglich.

Wer ein echtes Angebot nachrechnen will, nimmt die Zahlen aus den Bedingungen und der Spielinformation statt aus der Werbung: In Deutschland muss bei virtuellen Automatenspielen die Auszahlungsquote „je einen Euro Spieleinsatz“ dort angezeigt werden, wo man setzt (Sätze 3 und 4 des § 22a Abs. 3 GlüStV 2021). Liegt der erwartete Verlust über dem Bonus, ist das eine Auskunft über den Preis der Bedingung, und wer den Bonus ausschlägt oder, wo die Bedingungen es erlauben, auf ihn verzichtet, zahlt diesen Preis nicht.

Häufige Fragen

Wie berechnet man eine Umsatzbedingung?

Man multipliziert das Vielfache mit der Basis, auf die es sich bezieht, und teilt das Ergebnis durch den Anteil, zu dem das gewählte Spiel angerechnet wird. Bei 35-mal 100 € und voller Anrechnung sind es 3.500 € Einsatz.

Was bedeutet 35-facher Umsatz auf Bonus und Einzahlung?

Dass die Summe aus Bonus und Einzahlung 35-mal eingesetzt werden muss, ehe eine Auszahlung möglich wird. Bei 50 € Einzahlung und 50 € Bonus sind das 3.500 € statt der 1.750 €, die eine Bedingung nur auf den Bonus verlangen würde.

Warum zeigt der Rechner einen negativen Wert?

Weil der erwartete Verlust aus den geforderten Einsätzen größer ist als der Bonus. Bei 3.500 € Einsatz und 96 % Auszahlungsquote behält das Haus im Mittel 140 €, also 90 € mehr als die 50 € Bonus.

Welche Auszahlungsquote trägt man ein?

Die des Spiels, mit dem man umsetzen will. In Deutschland muss ein Anbieter virtueller Automatenspiele sie an der Stelle zeigen, an der man setzt, und ohne diese Angabe bleibt jede Eingabe eine Annahme.

Werden die Zahlen gespeichert, die man in den Rechner eingibt?

Nein. Gerechnet wird im Browser, und keine Eingabe verlässt das Gerät oder bleibt nach dem Schließen der Seite zurück.